Hypnose – Fakten und Mythus

„Hypnose, da geht es um Magie. Oder sogar um Okkultismus. Das Opfer einer Hypnose wird dazu gezwungen, etwas gegen den eigenen Willen zu tun.“ – Es gibt kaum eine Therapieform, bei der sich Fakten und Mythus so sehr vermischen wie bei der Hypnose. Viele von uns kennen die Hypnose vielleicht vom Kinofilm. Oder vom Zauberer im Freizeitpark. Doch was hat das alles mit der therapeutischen Hypnose zu tun? Dieser Artikel zeigt Ihnen, was zum Mythus der Hypnose gehört und was die Fakten sind.

Hypnose und Okkultismus

Ist bei der Hypnose der Teufel mit im Spiel? Oder geht es darum, den Teufel auszutreiben? Weder das eine, noch das andere. Die Hypnose ist eine wissenschaftlich begründete Therapieform, die auf Methoden setzt, die so natürlich sind, wie unser täglicher Schlaf. Wir erleben den Zustand der Trance übrigens auch ohne explizite Hypnose immer wieder. Beim Lesen, beim Autofahren oder in unseren Tagträumen. Das ist kein Hexenwerk.

In der Hypnose schläft der Patient ein

Nicht ganz. Der Begriff „Hypnose“ leitet sich zwar vom griechischen Gott „Hypnos“, dem Wächter des Schlafes ab, aber die Hypnose unterscheidet sich vom Schlaf dahingehend, dass der Klient noch bewusst ansprechbar bleibt. Gemeinsamkeiten mit dem Schlaf sind: Der Puls und die Atmung werden langsamer und der Klient schließt (meistens) seine Augen.

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Ein Hypnotiseur benötigt eine spezielle Begabung

Hypnose ist eine Technik, die im Grunde genommen von jedem Menschen erlernt werden kann. Sie können auch die Möglichkeiten der Selbsthypnose nutzen. Die Grenzen zwischen Entspannungstechniken, wie dem autogenen Training der Hypnose, sind fließend. Die Weiterbildung zum Hypnosetherapeuten setzt allerdings eine Ausbildung im medizinischen oder psychotherapeutischen Bereich und entsprechende Berufspraxis voraus.

Willensschwache Menschen lassen sich gut hypnotisieren

Eine gute Vorstellungskraft ist die beste Voraussetzung für eine erfolgreiche Hypnosesitzung. Das gilt für die Fremdhypnose gleichermaßen wie für die Selbsthypnose. Wenn es gelingt, Bilder auf die innere Leinwand zu projizieren, kann ist das eine gute Grundlage für zielgerichtete Hypnoseübungen. Bei der Hypnose geht es nicht darum, irgendwelche Suggestionen gegen den Willen des Klienten zu verankern.

Nur wenige Menschen können hypnotisiert werden

Die Hypnose kann bei rund 90 bis 95% aller Erwachsenen zur Anwendung kommen. Manche sprechen leichter und schneller auf die Hypnose an. Kleinkinder und Menschen mit einer geistigen Behinderung können die Worte des Therapeuten nicht so weit erfassen, dass die Hypnose gelingt.

Der Hypnotiseur beherrscht den Willen des Klienten

Ziel der Hypnose ist es, die unbewussten und verborgenen Fähigkeiten des Klienten freizusetzen. Hierbei gibt es keine „Unterwerfung“ und auch keine „Beherrschung“. Viele unserer Fähigkeiten liegen ungenutzt in uns verborgen. Die Hypnose kann uns dabei helfen, diese zu freizusetzen.

Hypnose ist „unnatürlich“

Tatsächlich geraten wir im Verlauf unseres Alltags immer wieder in hypnotische Zustände. Ganz ohne Einwirkung eines Hypnotiseurs. Wir erleben das etwa im Zustand während des Einschlafens oder wenn wir beim Lesen eines Buches anfangen, die Geschichte weiter zu träumen. Das gehört zu unserem Leben mit dazu und ist nicht unnatürlich.

Je tiefer die Trance, desto größer die Erfolge

Die Erfolge in der Hypnosetherapie hängen nicht von der Tiefe der Trance ab. Tatsächlich können Suggestionen auch im wachen Zustand wirken. Manche Störungen werden in einer leichten Trance geheilt, manchmal wird eine tiefe Trance initiiert. Jeder Mensch ist anders und nimmt die entsprechende Behandlung auch ganz individuell an.

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