Bei einer Suchterkrankung spielen unter anderem das Belohnungssystem des Gehirns und erlernte Konsummuster eine maßgebliche Rolle. Erlernt bedeutet in diesem Kontext, dass sich der Konsum unbewusst mit bestimmten Auslösern verbunden hat. Das können Tageszeiten, bestimmte Orte, soziale Kreise, Anspannung, Langeweile oder Konflikte sein. Diese tief sitzenden Verknüpfungen bleiben bestehen, auch wenn der bewusste Vorsatz, etwas zu ändern, längst gefasst ist.
In der Hypnose arbeiten wir in einem Zustand konzentrierter, nach innen gerichteter Aufmerksamkeit. In diesem Rahmen lassen sich solche mentalen Verknüpfungen genauer ansehen und alternative Reaktionen auf einen Auslöser durchspielen, anstatt in das gewohnte Muster zurückzufallen. Vorbereitet wird dieser Prozess immer im wachen, klärenden Gespräch: Welche Situation kippt regelmäßig, was geht ihr voraus, und was soll an ihrer Stelle möglich sein? Die Hypnose ergänzt diese kognitive Arbeit, sie ersetzt sie jedoch nicht.