Aufmerksamkeit richten
In einer Besprechung, vor einem Gespräch oder bei einer anspruchsvollen Aufgabe entscheidet die Aufmerksamkeit mit darüber, was Sie wahrnehmen. Richtet sie sich vorwiegend auf mögliche Fehler, bleiben andere Teile der Situation unbeachtet. Das ist kein Charakterfehler, sondern eine Gewöhnung. Typische Formen sind: Vor einem Gespräch werden vor allem unangenehme Verläufe durchgespielt. Bei einer Aufgabe fällt der Blick zuerst auf alles, was noch offen ist. Nach einem Termin bleiben einzelne kritische Momente stärker in Erinnerung als der gesamte Verlauf.
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Praktisch bedeutet Arbeit an der Aufmerksamkeit nicht, Schwierigkeiten auszublenden. Es geht darum, zu bemerken, wohin die Aufmerksamkeit in einer bestimmten wiederkehrenden Situation geht, und einzuüben, sie dort auch wieder wegzuführen. Ein konkretes Anliegen für ein Coaching kann deshalb lauten: in einem bestimmten Moment schneller bemerken, wohin die Aufmerksamkeit wandert, und sie auf die aktuelle Handlung zurückführen.

