

Fernsehsucht: Wenn der Abend regelmäßig vor dem Bildschirm verschwindet
Woran Sie überhöhten Fernsehkonsum erkennen, wie die Automatik am Abend entsteht und was ein Hypnose-Coaching im Hypnoseinstitut Hamburg daran bearbeitet.
Von Fernsehsucht spricht man, wenn das Fernsehen oder Streaming nicht mehr bewusst entschieden, sondern nur noch automatisch eingeschaltet wird. Das Gerät läuft, weil der Abend begonnen hat, und es läuft weiter, bis die Nacht beginnt. Gemeint ist ein gewohnheitsmäßig überhöhter Konsum bei Erwachsenen, der Stunden, Vorhaben und freie Abende verbraucht. Diese Seite beschreibt das Muster, erklärt die Entstehung dieser einen Gewohnheit und zeigt, was ein Hypnose-Coaching im Hypnoseinstitut Hamburg daran konkret bearbeitet.
Zur Einordnung: Fernsehsucht ist kein medizinischer Diagnosebegriff. Das Wörterbuch DWDS verzeichnet das Substantiv Fernsehsucht und das Adjektiv fernsehsüchtig als Bildung aus den Wörtern Fernsehen und süchtig. Umgangssprachlich zählt das Thema zur Mediensucht, einem Sammelbegriff für eine Abhängigkeit von Medien, unter den auch Internetsucht und Handysucht fallen. Für die Arbeit an der Gewohnheit ist der Begriff zweitrangig. Entscheidend ist, was der Konsum Sie im Alltag kostet.
Symptome: Woran Sie überhöhten Fernsehkonsum erkennen
Der Maßstab ist nicht die Sendung und nicht das Genre, sondern der Ablauf des Abends. Typisch für ein gewohnheitsmäßig überhöhtes Konsumverhalten sind folgende Beobachtungen: Sie schalten ein, ohne etwas Bestimmtes sehen zu wollen, und bleiben länger als geplant. Die nächste Folge startet automatisch, und Sie entscheiden nicht mehr aktiv, ob Sie sie sehen wollen. Vorhaben für den Abend verschieben sich regelmäßig auf den nächsten Tag. Sie gehen später ins Bett als beabsichtigt und sind am Morgen entsprechend müde. Ohne laufendes Gerät entsteht Unruhe, der Raum wirkt zu still. Sie haben sich schon mehrfach vorgenommen, weniger zu sehen, und sind dabei nicht geblieben. Verabredungen und Gespräche finden seltener statt, weil der Abend bereits belegt ist.
Nicht jede dieser Beobachtungen beschreibt ein Problem. Erst die Kombination aus Regelmäßigkeit, misslungenen eigenen Versuchen und spürbaren Kosten macht aus einer Gewohnheit ein Muster, das Begleitung lohnt.
Mehr lesen
| Alltägliche Gewohnheit | Muster, das Sie beschäftigt |
|---|---|
| Sie wählen eine Sendung aus und schalten danach ab | Das Gerät läuft, bis Sie zu müde für mehr sind |
| Ein langer Serienabend am Wochenende | Jeder Abend verläuft gleich, auch ungeplant |
| Sie merken, dass es spät geworden ist | Sie wissen seit Monaten, dass es zu spät wird, und ändern es nicht |
| Fernsehen als eine Freizeitform neben anderen | Fernsehen als die Form, die alle anderen verdrängt |
Häufig wird die Frage gestellt, wie viele Stunden am Tag zu viel sind. Eine allgemeingültige Stundengrenze gibt es nicht. Brauchbarer ist ein anderer Prüfstein: Können Sie das Gerät an einem gewöhnlichen Abend ausschalten, wenn Sie es sich vornehmen, und bleibt der Abend danach aushaltbar? Wenn ja, ist die Stundenzahl eine Frage Ihrer Zeitplanung. Wenn nein, ist nicht die Dauer das eigentliche Thema, sondern der Einschaltmoment und das, was das Abschalten so schwer macht.
Warum man überhaupt auf das Fernsehen verzichten sollte, lässt sich nicht mit einem Verbot beantworten. Es geht um den Raum, den andere Dinge im Leben zurückbekommen: Zeit für Erholung, die nicht nur aus Konsum besteht, und Abende, die wieder eigenen Vorhaben folgen.
Ursachen: Wie aus dem Einschalten eine Automatik wird
Fernsehen und Streaming wirken schnell und zuverlässig. Sie senken den Pegel eines Tages innerhalb von Minuten, verlangen keine Vorbereitung und keine Verabredung. Genau das macht sie zum Mittel der Wahl nach Arbeitstagen, die Sie gedanklich nicht abschütteln können. Ein Bericht der Berliner Morgenpost vom 15.05.2002 gibt die Sicht von Wissenschaftlern wieder, nach der Fernsehen ähnlich wirke wie rasch nachlassende Beruhigungsmittel, die ebenfalls süchtig machen können. Die Entlastung hält also nicht an, der Griff zur Fernbedienung wiederholt sich.
Dazu kommt die Bauweise des Angebots. Folgen enden an einem offenen Punkt, die nächste startet von selbst, eine Auswahl ist jederzeit verfügbar. Es gibt keinen natürlichen Schlusspunkt mehr, an dem ein Abend endet. Was früher der Programmschluss übernahm, müssen Sie heute selbst entscheiden, und zwar in dem Zustand, in dem Entscheidungen am schwersten fallen. Laut Bundesministerium für Gesundheit kann eine übermäßige Nutzung digitaler Medien mit psychischen Belastungen wie Kontrollverlust, innerer Unruhe oder erhöhter Reizbarkeit einhergehen.
Mehr lesen
Viele Betroffene beschreiben genau diese Reihenfolge: zuerst die Entlastung am Abend, dann die Unruhe, sobald das Gerät aus ist, dann der Ärger über den verlorenen Abend. Die Automatik entsteht, weil der kurzfristige Gewinn die langfristigen Kosten überdeckt. Das Muster verfestigt sich, weil der Abend ohne Bildschirm als unangenehm erlebt wird.
Fernsehsucht im Alter
Wenn der Beruf, die festen Termine und die täglichen Wege wegfallen, übernimmt der Fernseher häufig die Gliederung des Tages. Er markiert den Morgen, den Nachmittag und den Abend, und er füllt die Stille in einer Wohnung, in der sonst niemand spricht. Das ist nachvollziehbar und zunächst kein Krankheitszeichen. Problematisch wird es, wenn das Gerät die letzten verbliebenen Kontakte und Wege ersetzt und dadurch immer unverzichtbarer wird.
Wenn der Fernseher die einzige Struktur des Tages ist, schrumpft der Lebensraum auf die Couch zusammen. In der Begleitung geht es in diesen Fällen nicht um Verzicht, sondern darum, dem Tag wieder andere feste Punkte zu geben, die den Fernseher nicht als einzige Struktur zurücklassen.
Wenn Angehörige das Thema ansprechen
“Mein Mann ist fernsehsüchtig” ist ein häufiger Satz, und er beschreibt meist zwei Dinge gleichzeitig: einen hohen Konsum und einen Abend, der für beide nicht mehr gemeinsam stattfindet. Für ein Coaching gilt dasselbe wie für jede Verhaltensänderung: Es braucht die Person selbst. Als Angehöriger können Sie benennen, was Ihnen fehlt, und ein Erstgespräch anregen. Erzwingen lässt sich die Arbeit daran nicht, und Druck von außen verstärkt das Muster meist eher, da das Fernsehen dann zum Rückzugsort wird. Der erste Schritt ist immer die Bereitschaft der Person, die einschaltet.
Was ein Hypnose-Coaching daran bearbeitet
Das Coaching setzt nicht am Fernsehgerät an, sondern an den Momenten rundherum. Konkret sind das vier Punkte:
- Der Einschaltmoment: Was passiert in den zwei Minuten, bevor das Gerät angeht? Dieser Punkt ist der einzige, an dem die Gewohnheit noch leicht zu verändern ist.
- Das Bedürfnis dahinter: Entlastung, Ruhe, Ablenkung oder Gesellschaft. In der Hypnose wird daran gearbeitet, dass dieses Bedürfnis nicht ausschließlich über den Bildschirm beantwortet wird.
- Das Abschalten: Der Abend braucht einen Schlusspunkt, den Sie setzen und der Sie nicht in Unruhe zurücklässt.
- Der Abend ohne Gerät: Was den freien Abend füllt, wird vorher festgelegt, nicht in dem Moment gesucht, in dem die Fernbedienung näher liegt.
Zwischen den Sitzungen hat sich ein etappenweises Vorgehen bewährt: feste Sendungen auswählen statt durchlaufen lassen, nach dem Ende bewusst aus dem Raum gehen, die Zeit zunächst halbieren statt sofort ganz streichen und das Gerät nach dem Abschalten wirklich ganz ausschalten. Das sind kleine, überprüfbare Schritte. Sie ersetzen den Vorsatz, ab morgen gar nicht mehr zu sehen, der in der Praxis selten länger als eine Woche hält.
Coach vor Ort in Hamburg ist Chaker Cheniti, Hypnose-Coach und Bestsellerautor. Zu seinen Schwerpunkten gehören Konzentration, Schlaf und emotionale Blockaden, also die Bereiche, die bei einem überhöhten Abendkonsum regelmäßig mit betroffen sind.
Was dieses Verfahren nicht leistet
Hypnose ist ein Verfahren mit klaren Grenzen. Sie ergänzt eine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung und ersetzt sie nicht. Wenn hinter dem hohen Konsum eine anhaltende Niedergeschlagenheit, ein Rückzug über Wochen oder eine andere ernsthafte Belastung steht, gehört das zuerst ärztlich abgeklärt. Das gilt besonders dann, wenn der hohe Medienkonsum mit Anzeichen einer Depression einhergeht. Ein Coaching kann in solchen Fällen begleiten, aber nicht die medizinische Abklärung übernehmen. Eine Garantie, nach wie vielen Sitzungen sich eine jahrelange Gewohnheit verändert, gibt es ebenfalls nicht. Wie schnell es geht, hängt davon ab, wie viel die Gewohnheit im Alltag gerade trägt.
Erstgespräch im Hypnoseinstitut Hamburg
Der erste Schritt ist ein Gespräch, in dem wir Ihren Abendverlauf durchgehen: wann Sie einschalten, was Sie bisher versucht haben und woran es gescheitert ist. Daraus ergibt sich, ob und wie ein Coaching hier sinnvoll ansetzt.
- Adresse: An der Alster 6, 20099 Hamburg
- Telefon: +49 40 228972620
- E-Mail: hamburg@hypnoseinstitut.de
- Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 8 bis 17 Uhr, Freitag bis Sonntag geschlossen
Hamburg ist die Zentrale des Hypnoseinstituts, Betreiber ist die ONMA GmbH. Neben Hamburg bestehen Standorte in Hannover, Köln, Dortmund, Bremen, Hildesheim, Münster und Osnabrück sowie ein Online-Angebot.
Dein Standort

Das sagen unsere Klienten
-
Sehr angenehme und professionelle Erfahrung. Man fühlt sich gut aufgehoben, alles wird verständlich erklärt und die Atmosphäre ist entspannt und vertrauensvoll. Klare Empfehlung!
-
Ich bin zu Hypnoseinstitut Hamburg – Chaker Cheniti gekommen, weil mich Stress und innere Unruhe schon lange begleitet haben. Die Sitzungen fanden in einer ruhigen und vertrauensvollen Atmosphäre statt. Schritt für Schritt konnte ich viele belastende Gedanken loslassen. Heute fühle ich mich deutlich entspannter und ausgeglichener. Vielen Dank für die professionelle Unterstützung !Mehr lesen
-
Nach einer umfassenden Erstberatung entschied ich mich für eine Hypnosesitzung und weitere Termine sind bislang auch schon gesetzt. Soweit bin ich sehr zufrieden, weil auch insbesondere mit mir als Mensch sehr respektvoll umgegangen worden ist.
-
Super Hyptnose wie angenehmes Koma ungefähr wirkend
-
Hat mir sehr geholfen das ich aufhöre mit dem Rauchen, Top 👍
-
Eine unterschätzte art der Therapie die wirklich sehr wirkungsvoll ist
Termin anfragen
Hypnoseinstitut Hamburg
- An der Alster 6
20099 Hamburg - +49 40 228972620
- hamburg@hypnoseinstitut.de
- Mo–Do 08:00–17:00 Uhr
Veränderung braucht
einen klaren Rahmen
Hypnose ist kein Ersatz für Eigenverantwortung. Sie ist ein Werkzeug, um innere Prozesse zugänglich zu machen, die sonst verborgen bleiben.
Veränderung beginnt nicht im Außen.
Sie beginnt in dir.
Und genau dafür schaffen wir den richtigen Rahmen.
Kontaktieren Sie uns direkt
+49 511 62668505