

Was passiert, wenn man jeden Tag kifft und dann aufhört
Erfahren Sie, was nach täglichem Cannabiskonsum in den ersten Tagen und Wochen passiert, wann Hilfe ratsam ist und wie Coaching in Hamburg ergänzen kann.
Wer jeden Tag kifft und dann aufhört, durchläuft eine Umstellungsphase, die sich zeitlich recht gut einordnen lässt: In den ersten Stunden passiert meist wenig, nach etwa ein bis zwei Tagen setzen die Beschwerden ein, zwischen Tag zwei und Tag sechs erreichen sie häufig ihren Höhepunkt, und danach wird es Schritt für Schritt ruhiger. Diese Seite beschreibt diesen Verlauf nüchtern und in Reihenfolge, ordnet ein, was dabei belastend ist und was bereits eine Verbesserung, und nennt die Situationen, in denen professionelle Unterstützung der richtige Weg ist.
Täglicher Konsum bedeutet, dass der Körper über längere Zeit regelmäßig mit THC versorgt wurde und sich an diesen Zustand angepasst hat. Das Aufhören ist deshalb weniger ein einzelner Moment als ein Prozess über mehrere Wochen. Wie ausgeprägt er ausfällt, ist individuell verschieden und hängt unter anderem von der Konsummenge, der Konsumdauer und persönlichen Faktoren ab. Zwei Menschen mit ähnlicher Vorgeschichte können die Phase deshalb sehr unterschiedlich erleben.
Die ersten 24 bis 48 Stunden: Die trügerische Ruhe
Direkt nach dem letzten Konsum passiert häufig erst einmal wenig. Die typischen Beschwerden eines Cannabisentzugs beginnen in der Regel 24 bis 48 Stunden nach dem Absetzen. Genau das führt bei vielen zu einer falschen Einschätzung: Der erste Tag verläuft unauffällig, die Entscheidung fühlt sich leicht an, und die eigentliche Umstellung setzt erst ein, wenn die Zuversicht schon gefestigt scheint.
Was in dieser frühen Phase zuerst auffällt, sind innere Unruhe und Veränderungen im Schlaf. Der Abend, der bisher mit Konsum verbunden war, ist plötzlich eine offene Lücke. Diese Lücke ist weniger ein körperliches als ein Gewohnheitsthema, und sie taucht in den folgenden Wochen immer wieder auf, meist zu den gewohnten Uhrzeiten und in den gewohnten Situationen.
Mehr lesen
Hilfreich ist es, diese ruhige erste Phase bewusst zu nutzen: Tagesstruktur für die kommende Woche festlegen, Schlafenszeiten festlegen, entscheiden, was an die Stelle des abendlichen Rituals tritt. Wer das erst an Tag drei tut, tut es mitten in der unangenehmsten Phase.
Tag 2 bis Tag 6: Die Phase mit den stärksten Beschwerden
Zwischen dem zweiten und dem sechsten Tag erreichen die Beschwerden häufig ihre stärkste Ausprägung. Das ist der Zeitraum, in dem Menschen am ehesten an ihrer Entscheidung zweifeln und in dem die Versuchung am größten ist, „nur einmal" wieder zu konsumieren, um die Unruhe loszuwerden.
Zu den häufigen psychischen Beschwerden zählen Reizbarkeit, Angst, depressive Stimmung, Schlafprobleme und ein vermindertes Verlangen nach Nahrung. Der Schlaf ist dabei oft das auffälligste Thema: Das Einschlafen dauert länger, der Schlaf ist unruhiger, und viele berichten von ungewöhnlich intensiven, teils belastenden Träumen. Auch das ist eine bekannte Begleiterscheinung der Umstellung und klingt bei den meisten mit der Zeit ab.
Mehr lesen
Dass gerade in dieser Phase die Stimmung schlechter wird, ist ein typischer Teil des Verlaufs und kein Hinweis darauf, dass das Aufhören die falsche Entscheidung war. Die Stimmung sagt in diesen Tagen wenig über die Zukunft aus, sie sagt etwas über die Umstellung.
Körperliche Beschwerden wie Schwitzen, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen oder körperliche Anspannung kommen ebenfalls vor, sind aber insgesamt weniger häufig als die psychischen und die schlafbezogenen Beschwerden. Wer mit der Erwartung eines klassisch körperlichen Entzugs an die Sache geht, erlebt diese Phase meist anders als gedacht: Der Kopf macht in diesen Tagen mehr Arbeit als der Körper.
Woche 2 bis Woche 4: Was nachlässt und was bleiben kann
Nach der ersten Woche nehmen die Beschwerden bei den meisten Menschen deutlich ab. Bei starkem oder langjährigem Konsum können einzelne Entzugserscheinungen jedoch drei Wochen oder länger anhalten. Besonders Schlaf und Stimmung brauchen erfahrungsgemäß am längsten, bis sie sich stabilisieren. Wer nach zwei Wochen noch schlecht schläft, liegt damit nicht außerhalb des normalen Verlaufs.
Parallel fallen in dieser Phase die ersten Verbesserungen auf, und sie sind es wert, bewusst wahrgenommen zu werden:
Mehr lesen
- Der Morgen beginnt klarer, ohne den diffusen Nebel der Vortage.
- Konzentration lässt sich über längere Zeitspannen halten.
- Der Tag lässt sich wieder strukturieren, weil er nicht mehr um Konsumzeitpunkte herum geplant wird.
- Appetit und Essverhalten normalisieren sich bei vielen wieder.
- Zeit, die bisher für Konsum, Beschaffung und Rauchen draufging, steht wieder zur Verfügung.
Was häufig länger bleibt als jede körperliche Beschwerde, ist der Impuls in bestimmten Situationen: der Feierabend, bestimmte Orte, bestimmte Menschen, Langeweile, Stress. Dieser Impuls ist kein Rückschritt im Verlauf und kein Zeichen von Versagen. Er ist eine über lange Zeit eingeübte Verknüpfung zwischen Situation und Konsum, und solche Verknüpfungen lösen sich erst durch wiederholtes Erleben der Situation ohne Konsum.
Der zeitliche Verlauf im Überblick
| Zeitraum | Was typischerweise passiert |
|---|---|
| Stunde 0 bis 24 | Meist noch wenig spürbar, erste Unruhe, der gewohnte Konsumzeitpunkt fällt als Lücke auf |
| Stunde 24 bis 48 | Beschwerden setzen typischerweise ein, vor allem bei Schlaf und Reizbarkeit |
| Tag 2 bis 6 | Häufig die stärkste Ausprägung: Reizbarkeit, Angst, gedrückte Stimmung, Schlafprobleme, verminderter Appetit |
| Ab Woche 2 | Beschwerden nehmen bei den meisten deutlich ab, erste Verbesserungen bei Klarheit, Konzentration und Tagesstruktur |
| Ab Woche 3 | Bei starkem oder langjährigem Konsum können einzelne Symptome anhalten, Schlaf und Stimmung stabilisieren sich meist zuletzt |
Diese Zeitangaben sind Orientierungswerte aus der klinischen Literatur, keine Prognose für den Einzelfall. Der individuelle Verlauf hängt von Konsummenge, Konsumdauer und persönlichen Faktoren ab und kann von der Tabelle abweichen, ohne dass das ein Grund zur Beunruhigung wäre.
Warnzeichen: Wann Sie ärztliche Hilfe einholen sollten
Es gibt Konstellationen, in denen das Aufhören nicht allein begleitet werden sollte. Lassen Sie sich ärztlich oder suchtmedizinisch beraten, wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft:
- Es besteht eine begleitende psychische Erkrankung, etwa eine Depression oder eine Angsterkrankung. Begleitende psychische Erkrankungen können den Entzug komplizieren und sind ein Grund für eine ärztliche Abklärung.
- Neben Cannabis werden weitere Substanzen konsumiert. Auch dieser zusätzliche Konsum kann den Verlauf verkomplizieren und gehört medizinisch eingeordnet.
- Die gedrückte Stimmung oder die Angst verstärkt sich, statt nachzulassen, hält über Wochen an, oder es treten Gedanken auf, sich selbst zu schaden. Das ist ein Grund, zeitnah ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, nicht erst nach der nächsten Woche.
- Sie erleben wiederholt Kontrollverlust: Sie konsumieren mehr als vorgenommen oder schaffen es nicht aufzuhören, obwohl Sie es klar wollen. In diesem Fall ist eine qualifizierte Suchtberatung die richtige Adresse, und zwar ohne dass dafür eine bestimmte Schwelle erreicht sein müsste.
Ein Hinweis zur Behandlung selbst: Eine speziell für den Cannabisentzug zugelassene Medikation gibt es nicht. Als zentrale erste Maßnahmen gelten unterstützende Gespräche und Psychoedukation, also verständliche Information darüber, was im Körper und im Kopf gerade passiert und wie lange es voraussichtlich dauert. Genau deshalb ist der zeitliche Verlauf auf dieser Seite so ausführlich beschrieben: Wer weiß, dass Tag drei vermutlich der unangenehmste ist, bewertet Tag drei anders als jemand, der glaubt, mit ihm stimme etwas nicht.
Was den Unterschied macht, wenn die Beschwerden nachlassen
Wenn die körperliche Umstellung vorbei ist, verschiebt sich die eigentliche Frage. Es geht dann nicht mehr darum, eine schwierige Woche zu überstehen, sondern darum, dass eine über Monate oder Jahre eingeübte Gewohnheit dauerhaft nicht mehr gebraucht wird. Täglicher Konsum ist in der Regel fest mit bestimmten Situationen verknüpft: Entspannung nach der Arbeit, das Einschlafen, der Umgang mit Anspannung, Geselligkeit, das Füllen von Leerlauf.
Diese Verknüpfungen lösen sich nicht durch Abwarten. Sie lösen sich dadurch, dass die betreffenden Situationen neu besetzt werden. Für den Schlaf heißt das ein verlässlicher Abendablauf, für Anspannung eine andere Reaktion als der Griff zum Konsum, für den Feierabend eine Beschäftigung, die den Platz tatsächlich füllt und nicht nur überbrückt. Das ist unspektakuläre Arbeit, und sie entscheidet erfahrungsgemäß mehr über den weiteren Verlauf als die erste Woche.
Mehr lesen
Genau an dieser Stelle scheitern viele Versuche, die allein mit Willenskraft unternommen werden: nicht am Entzug, sondern am Alltag danach. Der Suchtdruck meldet sich selten als klarer Wunsch nach Cannabis, sondern als Gefühl, dass etwas fehlt, in genau den Situationen, die früher mit Konsum besetzt waren.
Hypnose-Coaching in Hamburg als ergänzende Unterstützung
Wenn Sie den Konsum beendet haben oder beenden möchten und an genau dieser Stelle Unterstützung suchen, bietet das Hypnoseinstitut Hypnose-Coaching und Hypnosetherapie in Hamburg an. Der Ansatz setzt dort an, wo es um eingeübte Gewohnheiten geht: um die Situationen, in denen der Impuls auftaucht, um innere Anspannung, um den Schlaf und um die Haltung zur eigenen Entscheidung. In der hypnotischen Arbeit lassen sich solche automatischen Verknüpfungen zwischen Situation und Verhalten direkt bearbeiten, statt nur dagegen anzuhalten.
Wichtig ist uns die klare Einordnung: Hypnose ist ein ergänzendes Verfahren. Sie ersetzt keine ärztliche und keine psychotherapeutische Behandlung. Wenn eines der oben genannten Warnzeichen auf Sie zutrifft, ist die medizinische Abklärung der erste Schritt. Ein Coaching kann in solchen Fällen gegebenenfalls begleitend dazukommen, niemals an deren Stelle.
Mehr lesen
Coach am Hamburger Standort ist Chaker Cheniti, Hypnose-Coach und Bestsellerautor. Zu seinen Schwerpunkten zählen unter anderem emotionale Blockaden, Schlaf, Konzentration und Leistungsfähigkeit, also genau die Themen, die im Zusammenhang mit dem Aufhören nach täglichem Konsum regelmäßig auftauchen.
Ein erstes Gespräch ist unverbindlich und dient dazu, Ihre Situation zu klären: wo Sie gerade stehen, was Sie bereits erreicht haben und ob Hypnose-Coaching in Ihrer Lage eine sinnvolle Ergänzung ist.
Hypnoseinstitut Hamburg An der Alster 6, 20099 Hamburg Telefon: +49 40 228972620 E-Mail: hamburg@hypnoseinstitut.de Erreichbar Montag bis Donnerstag von 8 bis 17 Uhr
Dein Standort

Das sagen unsere Klienten
-
Sehr angenehme und professionelle Erfahrung. Man fühlt sich gut aufgehoben, alles wird verständlich erklärt und die Atmosphäre ist entspannt und vertrauensvoll. Klare Empfehlung!
-
Ich bin zu Hypnoseinstitut Hamburg – Chaker Cheniti gekommen, weil mich Stress und innere Unruhe schon lange begleitet haben. Die Sitzungen fanden in einer ruhigen und vertrauensvollen Atmosphäre statt. Schritt für Schritt konnte ich viele belastende Gedanken loslassen. Heute fühle ich mich deutlich entspannter und ausgeglichener. Vielen Dank für die professionelle Unterstützung !Mehr lesen
-
Nach einer umfassenden Erstberatung entschied ich mich für eine Hypnosesitzung und weitere Termine sind bislang auch schon gesetzt. Soweit bin ich sehr zufrieden, weil auch insbesondere mit mir als Mensch sehr respektvoll umgegangen worden ist.
-
Super Hyptnose wie angenehmes Koma ungefähr wirkend
-
Hat mir sehr geholfen das ich aufhöre mit dem Rauchen, Top 👍
-
Eine unterschätzte art der Therapie die wirklich sehr wirkungsvoll ist
Termin anfragen
Hypnoseinstitut Hamburg
- An der Alster 6
20099 Hamburg - +49 40 228972620
- hamburg@hypnoseinstitut.de
- Mo–Do 08:00–17:00 Uhr
Veränderung braucht
einen klaren Rahmen
Hypnose ist kein Ersatz für Eigenverantwortung. Sie ist ein Werkzeug, um innere Prozesse zugänglich zu machen, die sonst verborgen bleiben.
Veränderung beginnt nicht im Außen.
Sie beginnt in dir.
Und genau dafür schaffen wir den richtigen Rahmen.
Kontaktieren Sie uns direkt
+49 511 62668505