Bevor über begleitende Verfahren gesprochen wird, gehört die Situation ärztlich beurteilt. Der Grund ist nicht Formalität, sondern Sicherheit: Ein Alkoholentzug kann ernsthafte Komplikationen wie Krampfanfälle oder ein Delir verursachen und sollte deshalb medizinisch abgeklärt beziehungsweise begleitet werden (gesund.bund.de). Das ist keine Entscheidung, die Sie allein mit einem Coach treffen sollten, und keine, die sich durch eine Hypnosesitzung ersetzen lässt.
Für den medizinischen Rahmen existiert in Deutschland eine eigene fachliche Grundlage: Die S3-Leitlinie zu alkoholbezogenen Störungen (AWMF-Register 076-001) behandelt unter anderem Früherkennung, Diagnostik sowie Akut- und Postakutbehandlung. Wer dort eingeordnet ist, hat eine Diagnose, einen Behandlungsplan und Ansprechpersonen. Genau dieser Rahmen ist die Voraussetzung dafür, dass eine ergänzende Begleitung überhaupt sinnvoll besprochen werden kann.