

Bonbon lutschen: wenn der Griff zur Tüte längst automatisch läuft
Wie der automatische Griff zur Bonbontüte entsteht, warum zuckerfreie Varianten ihn nicht lösen und wie Hypnose-Coaching in Hamburg daran ansetzt.
Bonbon lutschen ist für viele Erwachsene keine Entscheidung mehr, sondern ein Ablauf, der ohne Beteiligung läuft: die Hand geht in die Schublade, das Papier knistert, das Bonbon liegt im Mund, und bemerkt wird das Ganze erst, wenn es dünn wird und die Hand schon wieder unterwegs ist. Wer das an sich selbst beobachtet, kommt meist nicht mit einer Frage zum Zucker, sondern mit einer Frage zur Automatik. Diese Seite beschreibt genau diesen Ablauf, und sie beschreibt, wie wir im Hypnoseinstitut Hamburg mit Hypnose-Coaching daran arbeiten.
Der Griff kommt vor dem Verlangen
Der entscheidende Punkt an dieser Gewohnheit ist ihre Reihenfolge. Es ist nicht so, dass zuerst ein Wunsch nach Süßem auftaucht und dann die Hand folgt. Häufig ist es umgekehrt: Eine Situation tritt ein, die Hand ist schon in Bewegung, und das Verlangen wird gar nicht als getrennter Schritt erlebt. Deshalb greift der gute Vorsatz so selten. Ein Vorsatz richtet sich an eine Entscheidung. Hier gibt es in dem Moment keine.
Typisch sind feste Kopplungen an Orte und Tätigkeiten:
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- die offene Tüte in der Schreibtischschublade, die mit dem Arbeiten selbst verbunden ist
- die Packung im Türfach oder in der Mittelkonsole, die zum Anlassen des Autos gehört
- das Bonbon, das beim Telefonieren in den Mund wandert, besonders bei langen oder unangenehmen Gesprächen
- der Abend vor dem Fernseher, an dem die Hand den Weg ohne Hinsehen findet
Was diese Situationen gemeinsam haben: Die Hand hat nichts zu tun, der Mund hat nichts zu tun, und die Aufmerksamkeit liegt woanders. Das ist die Lücke, in die der Ablauf gerutscht ist.
Was der Mund dabei zu tun bekommt
Ein Bonbon beschäftigt den Mund über eine erhebliche Zeitspanne, und zwar gleichmäßig. Es wird nicht gegessen und ist dann fertig, sondern es liegt da, wird bewegt, an den Gaumen gedrückt, von einer Seite zur anderen geschoben. Das ist eine andere Qualität als ein Stück, das man isst. Es ist eine Dauerbeschäftigung, und sie füllt genau die stillen, leeren Minuten aus, die sonst spürbar wären.
Dazu kommt das Ritual rundherum: das Greifen, das Auswickeln, das Geräusch des Papiers. Diese Handgriffe sind Teil des Ablaufs und nicht nur Vorbereitung darauf. Viele Menschen merken erst beim genauen Hinsehen, dass sie das Knistern und das Auswickeln vermissen würden, nicht nur den Geschmack.
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Ein Bericht des RND vom 13.06.2021 beschreibt, dass das Schlecken und Lutschen von Lollis und Bonbons auch bei Erwachsenen Glücksgefühle weckt. Dass daran ein angenehmes Gefühl hängt, ist also keine Einbildung und kein Charakterfehler. Es erklärt aber auch, warum ein Ablauf, der sich gut anfühlt und keinen Widerstand kostet, sich so zuverlässig hält.
Warum zuckerfreie Bonbons das Muster nicht lösen
Der naheliegende Schritt ist der Umstieg auf zuckerfreie Bonbons. Er verändert, was im Bonbon ist. Er verändert nichts an dem, was Sie tun.
| Was der Umstieg betrifft | Was unverändert bleibt |
|---|---|
| der Inhalt des Bonbons | der Griff in die Schublade |
| der Geschmack und die Süße | das Auswickeln und das Papiergeräusch |
| ein Teil der Bedenken | die Kopplung an Auto, Telefon, Abend |
| das schlechte Gewissen beim Zucker | der dauerbeschäftigte Mund |
Das Ergebnis kennen viele: Die Tüte ist jetzt eine andere, der Verbrauch ist derselbe oder höher, weil der Umstieg die Erlaubnis mitgeliefert hat. Der Ablauf war nie am Zucker festgemacht. Er war an der Situation festgemacht, und die Situation ist noch da.
Woran wir im Coaching ansetzen
Bei dieser Gewohnheit arbeiten wir an der Automatik, nicht an einem Verzicht. Das heißt konkret:
- Den Auslöser sichtbar machen. Welche Situationen tragen den Griff? Oft sind es drei oder vier, nicht zwanzig, und sie sind erstaunlich stabil.
- Den Ablauf unterbrechbar machen. Zwischen Situation und Hand soll überhaupt wieder ein Moment entstehen, in dem eine Entscheidung möglich ist. Ohne diesen Moment nützt der stärkste Vorsatz nichts.
- Den Mund und die Hand neu belegen. Wenn eine Dauerbeschäftigung wegfällt, entsteht eine Lücke. Es ist sinnvoll, vorher zu klären, was dort hinein soll.
- Die Veränderung an die Alltagsorte binden. Der Schreibtisch, das Auto, der Fernsehsessel: Was sich verändern soll, verändert sich dort, nicht im Allgemeinen.
Hypnose ist dabei ein Verfahren, mit dem genau diese eingeübten Abläufe in einem entspannten Zustand angesprochen werden, in dem sie nicht erst gegen den Alltag verteidigt werden müssen. Hypnose ergänzt eine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung, sie ersetzt sie nicht.
Ablauf einer Sitzung in Hamburg
Eine Sitzung folgt einem festen Rahmen:
- Gespräch zu Beginn. Wir gehen die Situationen durch, in denen der Griff tatsächlich stattfindet, und klären, was Sie bisher versucht haben und woran es scheiterte.
- Zielklärung. Was soll am Ende anders sein, und zwar beobachtbar: kein Bonbon mehr im Auto, keine Tüte mehr in der Schublade, ein Abend ohne den automatischen Griff.
- Hypnoseteil. Im entspannten Zustand wird an der Kopplung zwischen Situation und Ablauf gearbeitet.
- Nachgespräch. Was im Alltag ansteht, bis wir uns wiedersehen, und woran Sie merken, dass sich etwas bewegt.
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Was ein Erstgespräch klärt
Das Erstgespräch ist dafür da, die Frage zu beantworten, ob dieses Vorgehen zu Ihrem Anliegen passt. Geklärt wird darin:
- wie oft und in welchen Situationen der Griff passiert, so genau wie Sie es sagen können
- was Sie bereits probiert haben, einschließlich des Umstiegs auf zuckerfreie Varianten
- ob andere Themen mit hineinspielen, die zuerst an anderer Stelle gehören
- wie viele Sitzungen für Ihr Anliegen realistisch sind
Wenn sich im Erstgespräch zeigt, dass ärztlich oder psychotherapeutisch etwas abzuklären ist, sagen wir das.
Hypnoseinstitut Hamburg: Kontakt und Öffnungszeiten
Hamburg ist die Zentrale des Hypnoseinstituts. Coach vor Ort ist Chaker Cheniti, Hypnose-Coach und Bestsellerautor; zu seinen Schwerpunkten zählen unter anderem Gewicht, Ängste, Schlaf und Konzentration.
| Adresse | An der Alster 6, 20099 Hamburg |
| Telefon | +49 40 228972620 |
| hamburg@hypnoseinstitut.de | |
| Öffnungszeiten | Montag bis Donnerstag 8 bis 17 Uhr |
| Freitag bis Sonntag geschlossen |
Betreiber ist die ONMA GmbH. Das Institut arbeitet an acht Standorten mit eigenem Hub: Hannover, Hamburg, Köln, Dortmund, Bremen, Hildesheim, Münster und Osnabrück. Online-Sitzungen sind zusätzlich möglich.
Rufen Sie an oder schreiben Sie eine E-Mail, wenn Sie den Griff zur Bonbontüte an sich selbst beobachtet haben und ein Vorsatz allein nichts daran geändert hat. Im Erstgespräch klären wir, ob Hypnose-Coaching für dieses Anliegen der passende Weg ist.
Häufige Fragen
Ich lutsche nur zuckerfreie Bonbons. Ist das überhaupt ein Thema? Wenn Sie den Griff selbst nicht mehr bemerken, ist das ein Thema, unabhängig davon, was im Bonbon ist. Genau darum geht es auf dieser Seite.
Muss ich wissen, wie oft ich zugreife? Nein. Die meisten wissen es zu Beginn nicht genau, und das ist ein Teil des Befunds. Eine ungefähre Beschreibung der Situationen reicht für das Erstgespräch.
Wie viele Sitzungen braucht es? Das hängt davon ab, wie viele Situationen den Ablauf tragen und wie lange er schon läuft. Eine belastbare Einschätzung geben wir nach dem Erstgespräch, nicht vorher.
Funktioniert das auch online? Online-Sitzungen gehören zum Angebot des Hypnoseinstituts. Ob sie für Ihr Anliegen sinnvoll sind, klären wir im Erstgespräch.
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Sehr angenehme und professionelle Erfahrung. Man fühlt sich gut aufgehoben, alles wird verständlich erklärt und die Atmosphäre ist entspannt und vertrauensvoll. Klare Empfehlung!
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Ich bin zu Hypnoseinstitut Hamburg – Chaker Cheniti gekommen, weil mich Stress und innere Unruhe schon lange begleitet haben. Die Sitzungen fanden in einer ruhigen und vertrauensvollen Atmosphäre statt. Schritt für Schritt konnte ich viele belastende Gedanken loslassen. Heute fühle ich mich deutlich entspannter und ausgeglichener. Vielen Dank für die professionelle Unterstützung !Mehr lesen
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Nach einer umfassenden Erstberatung entschied ich mich für eine Hypnosesitzung und weitere Termine sind bislang auch schon gesetzt. Soweit bin ich sehr zufrieden, weil auch insbesondere mit mir als Mensch sehr respektvoll umgegangen worden ist.
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Super Hyptnose wie angenehmes Koma ungefähr wirkend
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Hat mir sehr geholfen das ich aufhöre mit dem Rauchen, Top 👍
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Eine unterschätzte art der Therapie die wirklich sehr wirkungsvoll ist
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