Rejection Sensitivity
Der Fachbegriff für eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Zurückweisung lautet Rejection Sensitivity. Gemeint ist keine Diagnose, sondern eine Neigung: Betroffene rechnen früher mit Ablehnung, lesen uneindeutige Signale eher als Ablehnung und reagieren heftiger, wenn sie eintritt. Die Barmer beschreibt, dass Furcht vor Zurückweisung in schweren Fällen den Alltag stark beeinträchtigen kann. Genau dort liegt später auch die Grenze, an der eine ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung an erster Stelle steht.
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Wichtig ist die Reihenfolge: Die Erwartung kommt vor dem Ereignis. Wer mit Ablehnung rechnet, verhält sich vorsichtiger, wirkt dadurch zurückhaltender und erhöht so die Wahrscheinlichkeit, tatsächlich übergangen zu werden. Das Muster bestätigt sich selbst, ohne dass jemand böse Absichten hätte.
