Nach einer unerwarteten Absage reagiert der Körper oft zuerst. Der Atem wird flacher, der Magen unruhig, der Kopf heiß. Manche werden hektisch, andere erstarren und lesen dieselbe Nachricht immer wieder. In diesem Zustand entsteht selten eine Antwort, die Sie morgen noch gut finden.
Eine kurze Reihenfolge für zwei Minuten:
Ein bestimmter Atemrhythmus ist dafür nicht nötig. Wichtig ist nur, dass Sie nicht hastig weiterarbeiten und die Ausatmung nicht verkürzen. Wenn es möglich ist, bewegen Sie sich kurz: einmal um den Block, ein Raumwechsel, eine einfache praktische Tätigkeit. Es geht nicht darum, die Absage zu verdrängen, sondern darum, Abstand zwischen den Reiz und Ihre Reaktion zu legen.
Legen Sie anschließend eine Antwortpause fest. Eine brauchbare Regel lautet:
Ich versende keine wichtige Antwort, solange ich mich rechtfertigen, angreifen oder selbst abwerten möchte.
Bei einer rein organisatorischen Absage genügt oft eine kurze Bestätigung noch am selben Tag. Bei einer beruflich wichtigen Entscheidung ist der nächste Morgen meist der bessere Zeitpunkt. Vermeiden Sie in der ersten Anspannung lange Rechtfertigungen, mehrere Nachrichten hintereinander, Unterstellungen, öffentliche Reaktionen in sozialen Netzwerken, den vorschnellen Rückzug von anderen Möglichkeiten und Entschlüsse wie „Dann bewerbe ich mich nie wieder". Eine Pause ist keine Schwäche, sie schützt Ihre Handlungsfähigkeit.