Bevor es um konkrete Übungen geht, lohnt ein Blick darauf, wo die Arbeit überhaupt ansetzt. Als Ansatzpunkte werden in den ausgewerteten Quellen vor allem Selbstmitgefühl, Selbstakzeptanz, Achtsamkeit und Resilienz genannt. Das sind keine Techniken, sondern Richtungen:
- Selbstmitgefühl beschreibt den Umgang mit sich selbst im Moment des Scheiterns.
- Selbstakzeptanz beschreibt die Bereitschaft, Anteile an sich stehen zu lassen, die Sie nicht mögen.
- Achtsamkeit beschreibt die Fähigkeit, einen Gedanken als Gedanken zu bemerken, statt ihn für die Wirklichkeit zu halten.
- Resilienz beschreibt, wie gut Sie nach einer Belastung wieder zu sich zurückfinden.
Die Selbstwertschätzung, also die wohlwollende Haltung gegenüber der eigenen Person, ist dabei ein Bestandteil dieser Arbeit und kein separates Programm. Ergänzend wird beschrieben, dass sich Selbstbewusstsein durch gezielte Übungen, positive Beziehungen, neue Erfahrungen und die bewusste Reflexion eigener Erlebnisse trainieren lässt. Für den Selbstwert ist besonders der letzte Punkt aufschlussreich: Es geht weniger darum, mehr zu erleben, als darum, das Erlebte anders auszuwerten.