Für einen gesunden Geist: Deswegen wird die Hypnosetherapie immer beliebter

Immer öfter hören Sie von der Hypnose. Es mag so wirken, als sei sie plötzlich überall. Dabei stimmt das gar nicht!

Bereits seit langer Zeit wird die Hypnose als Heilmethode verwendet. Nun wird sie von der Schulmedizin entdeckt und erlebt dadurch eine Renaissance.

Lernen Sie hier mehr über ihre Geschichte und Wirkungsweise!

Alles andere als neuartig

So langsam ist die Hypnose im „Mainstream“ angekommen.

Im Fernsehen sieht man sie jetzt nicht mehr nur in Krimiserien, sondern auch in Dokumentationen. Und immer mehr Menschen verbinden die Hypnose mit Hypnosetherapie anstatt mit dem Jahrmarkt.

Vielen kommt das plötzlich vor. Eigentlich ist es aber das genaue Gegenteil: Es hat Jahrhunderte an Arbeit erfordert, überhaupt an diesem Punkt anzugelangen. Die Hypnose ist alles andere als New-Age-Unsinn.

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Eine kleine Geschichtslektion

Bereits die Sumerer und alten Ägypter verwendeten in der Heilung Techniken, die wir heute als Hypnose beschreiben würden.

Zwar war die Theorie dahinter eine vollkommen andere – die alten Ägypter dachten, so könnten böse Geister vertrieben werden, die Menschen krank machten – doch die beschriebene Methodik ist ähnlich.

Auch bei den alten Griechen wurde eine Art der Selbsthypnose zu Zwecken der Selbstheilung praktiziert, der sogenannte Tempelschlaf.

Immer wieder werden in alten Texten ähnliche Praktiken beschrieben.

Im achtzehnten Jahrhundert dann entdeckte Pfarrer Johann Joseph Gassner eine Methode des „Exorzismus“, durch die es ihm gelang, allerlei als unheilbar beschriebene Leiden zu behandeln – so wie beispielsweise auch seine eigenen chronischen Kopfschmerzen.

Wenn auch anders als moderne Methoden und schnell weiterentwickelt von bekannteren Hypnotiseuren wie Franz Anton Mesmer, so war seine Vorgehensweise deutlich hypnotisch.

Auf ihr beruhen die Praktiken, die schließlich 1841 das erste Mal als „Hypnose“ bezeichnet wurden.

Mit der Hypnose konnten auch damals schon erstaunliche Dinge erreicht werden. Jedoch nicht auf der gleichen Bandbreite wie heutzutage.

Der Grund: Hypnotiseure arbeiteten sehr schwer mit Suggestionen, die den Patienten helfen sollten. Nicht jeder Mensch ist jedoch suggestibel genug, als dass diese direktive Form der Hypnose für ihn erfolgreich ist.

Aus diesem Grund wendete sich unter anderem auch Sigmund Freud, Urvater der analytischen Psychotherapie, von der Hypnose ab.

Aber andere waren weiterhin von ihrem Potenzial überzeugt und forschten weiter.

In den USA begann in den 1970ern eine neue Beliebtheitswelle. Permissive Hypnosemethoden von Koryphäen wie Elman oder Erickson schwappten auch nach Deutschland über und fassten hier nach und nach Fuß.

Medizinische Standards, die Patienten schützen sollen, machen es der Hypnose seitdem ein wenig schwer. Ihre Wirksamkeit müsste nämlich mit Methoden wie beispielsweise größeren Doppelblindstudien bewiesen werden – was schlicht unmöglich ist. Niemand wird sich je im Unklaren darüber sein, ob er hypnotisiert wurde oder nicht.

Trotzdem werden wichtige Fortschritte gemacht. Beispielsweise wird die Hypnose in der Zahnmedizin mittlerweile nicht nur für Angstpatienten eingesetzt sondern teilweise auch zur Schmerzbehandlung.

Auch in anderen Sektoren konnte mittlerweile entdeckt werden, dass die Hypnose dabei helfen kann, den Betäubungsmittelbedarf eines Patienten zu verringern.

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Ein breites Anwendungsgebiet

Sie sehen also, die zunehmende Beliebtheit der Hypnose kommt nicht aus dem Blauen. Stattdessen ist die das Resultat harter Arbeit – auch wenn sie trotzdem oft nicht ernst genommen wird.

Dies ist ein verschenktes Potenzial, denn die Hypnose und vor allem die Hypnosetherapie können in vielen Bereichen eingesetzt werden und dort Patient*innen sehr helfen.

Die Hypnose wird beispielsweise eingesetzt zur Behandlung von:

Sie erkennen ein Muster: Es sind die psychischen und psychosomatischen Probleme, bei deren Behandlung die Hypnose eingesetzt wird.

Bei rein physischen Problemen kann die Hypnose nicht helfen. Da Körper und Geist eng zusammenhängen, kann die Hypnose jedoch dabei unterstützen, physische Symptome zu bekämpfen.

Das bedeutet: Ein gebrochenes Bein wird durch Hypnosetherapie nie geheilt werden. Zur Behandlung von Stressbauchschmerzen kann sie allerdings sehr wohl eingesetzt werden.

Der Körper warnt oft, wenn es dem Geist nicht gut geht. Aus diesem Grund wird ihr Hypnosetherapeut nicht versuchen, Ihre Stressbauchschmerzen an sich zu behandeln, sondern den Stress, der ihnen zugrunde liegt.

Diese Behandlung der Ursachen statt der Symptome bedeutet, dass die Hypnosetherapie nachhaltige Ergebnisse ermöglichen kann. Sie lernen beispielsweise Taktiken, mit Ihrem Stress besser umzugehen und landen daher nicht nach der nächsten anstrengenden Situation wieder beim Arzt.

Fast angekommen

Diese nachhaltigen Ergebnisse sind es, die die Hypnosetherapie immer beliebter machen. Und nun, da die Hypnose bereits einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht hat, wird sie vermutlich nur noch bekannter werden.

Gepaart mit ernsthaften Bemühungen, die unternommen werden, die Hypnose für die Schulmedizin zugänglicher zu machen, sieht die Zukunft für die Hypnose gut aus.

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