Mehr als nur ein schlechter Tag: Lernen Sie, Depressionen zu erkennen

Schlechte Tage gehören zum Leben dazu wie Regen und Sonnenschein. Zu vermeiden sind sie kaum – und das ist nichts Schlimmes. Sie erlauben uns, die schönen Momente mehr zu genießen. Wenn die gedrückte Stimmung aber andauert, kann das ein Zeichen tieferliegender Probleme sein.

In diesem Blogbeitrag lernen Sie mehr über die Symptome einer Depression. So können Sie diese Krankheit in sich und anderen leichter erkennen und rechtzeitig Hilfe suchen. Eine medizinische Beratung oder Behandlung ersetzt dieser Text nicht.

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Was ist eine Depression?

Eine Depression ist eine nachhaltig gedrückte Stimmung, oft über mehrere Monate hinweg. Sie bedeutet jedoch viel mehr als nur Traurigkeit oder schlechte Laune: Viele weiteren psychischen und teils auch physischen Symptome hat das Krankheitsbild.

Lebenswichtig ist es, zu erkennen: Eine Depression ist eine Krankheit. Sie ist viel mehr als nur schlechte Laune oder Trauer. Während diese Gefühle oft mit der Zeit wieder vergehen, kann eine Depression sehr lang anhaltend sein und sich sogar verschlimmern.

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Diese negativen Gefühle können Erkrankte nicht einfach so abschütteln – und Menschen, die darüber urteilen, können Betroffene noch weiter in die Isolation drängen.

Depressionen sind behandelbar. Auch wenn die Situation hoffnungslos erscheinen mag, gibt es doch Mittel und Wege, um die Krankheit in den Griff zu bekommen und bisweilen sogar zu heilen.

Depressive Menschen müssen also keinesfalls ein endlos deprimierendes Leben führen – Behandlungsmethoden wie Psychopharmaka und Psychotherapie können das Licht ins Leben zurückkehren lassen.

Je früher die Krankheit erkannt und behandelt wird, desto größer sind die Chancen auf Erfolg. Wie können Sie also erkennen, ob Sie oder einer Ihrer Lieben an einer Depression leidet?

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Die Symptome einer Depression

Ein individueller depressiver Mensch vereint nur selten alle möglichen Symptome einer Depression in sich. Aber auch ein einziges dieser Symptome bedeutet nicht, dass jemand an einer Depression leidet.

Wenn Sie allerdings in sich oder anderen über zwei Wochen oder sogar Monate hinweg mehrere dieser Symptome erkennen, dann ist es eine gute Idee, ärztlichen Rat zu suchen.

Negative Grundstimmung

Als eines der Hauptsymptome gilt eine langanhaltende negative Grundstimmung. Das bedeutet mehr als schlechte Laune oder Ärger, sondern drückt sich eher in Pessimismus und Hoffnungslosigkeit aus.

Es ist jedoch wichtig, zu erkennen, dass eine depressive Stimmung keine Trauer ist. Trauer ist eine natürliche und gesunde Reaktion auf einen Schicksalsschlag.

Auch wenn Sie sich nicht immer vollständig von ihr erholen, werden Sie zunehmend besser damit leben können. Was jedoch natürlich passieren kann, ist, dass sich aus Trauer eine Depression entwickelt.

Generelle Lustlosigkeit

Ein weiteres Hauptsymptom ist eine generelle Lustlosigkeit.

Sie können seit einiger Zeit nicht mehr die Energie aufbringen, sich für Ihre Hobbys zu begeistern? Menschen, mit denen Sie in der Vergangenheit viel Freude hatten, sind auf einmal zu anstrengend für Sie?

Wenn Sie Ihre alten Interessen nicht durch neue ersetzt haben, kann das ein Anzeichen für eine Depression sein.

Das gleiche gilt, wenn ein Freund oder Bekannter seit geraumer Zeit etwas nicht mehr tut, was er immer geliebt hat – oder Sie wiederholt ohne guten Grund vertröstet.

Tiefe Müdigkeit

Das letzte Hauptsymptom der Depression, der Antriebsmangel, geht oft Hand in Hand mit dem Interessenverlust.

Weil nichts mehr besonders interessant erscheint, fällt es depressiven Menschen oft schwer, die notwendige Energie aufzubringen, um Dinge zu tun.

Das betrifft nicht nur Hobbys, sondern auch Leistungen am Arbeitsplatz und in der Schule und soziale Interaktionen.

Zudem empfinden Betroffene oft eine tiefe Müdigkeit. Diese kann nicht auskuriert werden mit ein paar Nächten gutem Schlaf, sondern erscheint grundlos – und kann ohnehin bereits schwierige Sachen zusätzlich schwieriger machen.

Überfordernde Situationen

Depressive Menschen können Ihre Gefühle oft als sehr intensiv empfinden. Das bedeutet, dass sie Frustration sehr viel akuter spüren als etwa Menschen ohne Depression. Oft sind sie auch weniger stressresistent.

Das kann sich auf unterschiedliche Weise ausdrücken. Vielleicht haben Sie beobachtet, dass Sie in der letzten Zeit wegen Dingen weinen, die Ihnen sonst nie so nahegegangen wären. Eventuell verhalten Sie sich aber auch aggressiver, um in überfordernden Situationen besser zurechtzukommen.

Schwierigkeiten mit der Konzentration

Ein weiteres mögliches Symptom einer Depression sind Schwierigkeiten mit der Konzentration. Depressiven Menschen kann es schwer fallen, sich auf ihre Aufgaben zu konzentrieren, sie zu beginnen oder zu erledigen.

Auch könnten Sie sich fühlen, als wäre Ihr allgemeines Denkvermögen eingeschränkt. Dies kann zu verstärkten Frustrationen oder Stress führen.

Schwierigkeiten mit dem Selbstbewusstsein

Schwierigkeiten mit dem Selbstbewusstsein sind eines der bekannteren Symptome einer Depression. Leidende fühlen sich oft, als wären sie bestimmte Dinge wie etwa Liebe oder Aufmerksamkeit nicht wert.

Das kann sich zu einer Teufelsspirale entwickeln. Denn nicht nur kämpfen depressive Menschen oft nicht um Dinge, von denen sie glauben, dass sie sie nicht wert sind, sie können sie auch aktiv vermeiden oder sabotieren.

Probleme mit dem Schlafen

Auch wenn eine gewisse chronische Ermüdung Teil des Antriebsmangels sein kann, sollten Schlafprobleme doch ihre eigene Erwähnung finden.

Diese drücken sich nicht immer gleich aus – vor allem sollten Sie darauf achten, wie sie sich in der letzten Zeit verändert haben. Schläft die betroffene Person aktuell viel mehr oder hat sie Probleme, überhaupt einzuschlafen?

Gesunder Nachtschlaf ist sehr wichtig für die Lebensqualität – Schlafprobleme können die Erfahrungen einer Person mit Depression also noch zusätzlich intensivieren.

Suizidgedanken und Suizidversuche?

Zu guter Letzt können depressive Menschen selbstverletzendes Verhalten an den Tag legen. Dazu gehören Suizidgedanken und Suizidversuche.

Diese Symptome sind sehr gravierend und sollten unbedingt einem Arzt gemeldet werden. Nehmen Sie Menschen unbedingt ernst, wenn sie sich Ihnen aus solchen Gründen anvertrauen. Erkennen Sie ihre Schmerzen an und versuchen Sie behutsam, das Thema einer Behandlung anzusprechen.

Behandlung einer Depression: Licht am Ende des Tunnels

Auch, wenn es manchmal hoffnungslos erscheinen mag: Besserung ist möglich. Medikamente und Therapiemethoden wie beispielsweise die Verhaltenstherapie oder die Hypnosetherapie können betroffenen Menschen sehr helfen.

Bisweilen kann es ein bisschen dauern, bis die richtige Behandlung, der richtige Therapeut oder das richtige Medikament gefunden ist. Das ist natürlich – wenn also der erste Versuch fehlschlägt, ist das kein Grund, aufzugeben.

Es bedeutet aber auch, dass depressive Menschen sehr von Unterstützung profitieren können. Wenn Sie vermuten, an einer Depression zu leiden, dann könnte es sich für Sie sehr bezahlt machen, sich einer lieben Person anzuvertrauen. Dann haben Sie jemanden an Ihrer Seite, der Ihnen gut zureden und Sie vielleicht sogar zu Terminen begleiten kann.

Wenn Sie vermuten, dass jemand in Ihrem Umfeld an einer Depression leidet, dann bitten Sie Ihre Hilfe an. Akzeptieren Sie jedoch, dass die andere Person bestimmen sollte, wie diese Hilfe aussieht.

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