Wie werde ich Minderwertigkeitsgefühle los?

„Ich bin nicht so gut wie andere!“

„Ich bin nichts wert!“

 

Schon in der frühen Kindheit speichern sich die Gefühle der Minderwertigkeit in unserem emotionalen Gedächtnis. Wir sammeln die Erfahrung, nicht akzeptiert zu werden oder auch nicht geliebt zu sein. Irgendwas stimmt nicht mit mir, andere können alles besser, sie leisten mehr, sie sehen sogar besser aus. Die Folge sind Minderwertigkeitsgefühle.

 

Wir lernen die Fremdbestimmung

Wann wird ein Kind gelobt oder in den Arm genommen? Vor allem dann, wenn es sich so verhält, wie andere es sich wünschen. Vor allem im Kindesalter ist die Fremdbestimmung allgegenwärtig. Wir lernen, dass unser Selbstwert davon abhängt, was wir tun. Das vermittelt ein Gefühl, wir sind aus uns selbst heraus nur wenig wert. Ein Gefühl der Minderwertigkeit.

Unbewusste Minderwertigkeit

Schon Siegmund Freud erkannte, dass unser bewusstes Denken nur einen Teil unserer Existenz ausmacht. So wie ein Eisberg nur zu einem kleinen Teil aus dem Wasser herausragt, so gibt es auch unter der „Wasseroberfläche“ unseres Bewusstseins viele Aspekte des Erfahrenen, Gelernten und von nur vordergründig „vergessenem“ in uns, was unser Handeln und Denken beeinflusst. Dazu gehört auch der Wunsch nach Lob und das Bedürfnis, „das Richtige“ zu tun. Das färbt unsere Brille, das hat uns geprägt. Kritik und offene Worte finden wir manchmal geradezu unerträglich. Und dann fühlen wir uns Minderwertig.

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Das Wechselspiel aus Fremdwert und Selbstwert

Was denken andere Menschen von mir? Wie werde ich von meinen Freunden, von meiner Familie oder dem Arbeitgeber definiert? Was hat der Arbeitskollege für eine Meinung von mir, die Kumpels am Stammtisch oder im Verein. Ja, selbst der Frau vor mir an der Kasse des Supermarkts sollte ich gefallen. Definiere ich mich selbst oder lasse ich mich von anderen Menschen definieren. Die Arbeit an den eigenen Minderwertigkeitsgefühlen hat damit zu tun, die Selbstbestimmung über das eigene Dasein zurück zu erlangen. Das muss nicht bedeuten, die Mitmenschen zu ignorieren. Es bedeutet allerdings, die Hoheit über die eigene Definition zurück zu erlangen. Dazu müssen wir Automatismen überwinden, die wir schon in Kindertagen erlernt haben.

Die Arbeit an den eigenen Minderwertigkeitsgefühlen

Die Arbeit an uns selbst ist wie ein Marathonlauf. Der Vorsatz „ab morgen wird alles anders“ alleine hilft nicht viel. Wir müssen jeden Tag aufs Neue an uns arbeiten und alte Gewohnheiten überwinden. Manchmal helfen hierbei ganz pragmatische Techniken. So etwa die Atemübung. Das ist sozusagen die „erste Hilfe“ bei Minderwertigkeitsgefühlen. Tief einatmen, dann eine kurze Pause und schließlich frei und gelöst ausatmen. Konzentrieren Sie sich ganz bewusst auf Ihre Atmung. Die bewusste Atmung ist auch der erste Schritt in die Meditation. Schließen Sie die Augen und zählen Sie mit jedem Atemzug einen Schritt von 10 bis 0 herab. Sie werden feststellen, dass Begriffe, wie „Mentales Training“ oder „Selbsthypnose“ keine Hexenwerke sind.

Nehmen Sie Ihre Gefühle an

Wir haben es gelernt, unsere Gefühle zu bewerten. Es gibt aber auch einen anderen Weg: Wir können unsere Gefühle so akzeptieren, wie sie sind. Achten Sie sensibel auf Ihre Gefühle und beobachten Sie diese ganz kommentarlos. Sie werden auf diese Weise viel über sich selbst erfahren.

Selbstbestimmt durch das Leben gehen

Stellen Sie sich im Alltag immer wieder die Frage: Mache ich das nun, weil andere das von mir erwarten oder ist das mein eigenes Bedürfnis? Unser Leben ist voller Kompromisse und das wird sich auch nicht gänzlich ändern. Aber wenn Sie sich auf die Dinge konzentrieren, die wirklich aus dem tiefsten Herzen kommen, dann sind Sie den ersten Schritt zu neuem Selbstbewusstsein gegangen.

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